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Mehrfamilienhäuser · 11 Min. Lesezeit

Renditeberechnung Mehrfamilienhaus Schweiz: Netto, Brutto und was wirklich zählt

So berechnen Sie Brutto- und Nettorendite korrekt, verstehen den Ertragswert und beurteilen MFH-Investments in der Schweiz.

Sajeevan Satkunam

Sajeevan Satkunam

Co-Geschäftsführer · 20. März 2026

SKYCROWD AG · IMMOBILIEN BERN

Bruttorendite: Schnellcheck für Vergleiche

Die Bruttorendite eignet sich für einen ersten Vergleich: Jahresmiete ÷ Kaufpreis × 100. Beispiel: CHF 72’000 Jahresmiete / CHF 1’800’000 Kaufpreis = 4.0% Bruttorendite. Diese Zahl lässt sich schnell berechnen, ignoriert aber alle Kosten und ist deshalb für die eigentliche Investitionsentscheidung unzureichend.

Nettorendite: Die ehrliche Zahl

Von den Jahresmieteinnahmen abziehen: Leerstandsrisiko (2–5%), Verwaltungskosten (2–4% der Miete), Unterhalt und Reparaturen (ca. 0.5–1% des Gebäudewertes p.a.), Versicherungen und Abgaben, Hypothekarzinsen (wenn fremdfinanziert). Das Ergebnis ist die Nettomiete, die in die Renditeberechnung fliesst.

Ertragswertmethode: Der Massstab der Profis

Professionelle Investoren bewerten MFH nach der Ertragswertmethode: Ertragswert = Nettomieteinnahmen / Kapitalisierungssatz. Der Kapitalisierungssatz (Cap Rate) liegt in der Schweiz typischerweise zwischen 2.5% (Zürich Innenstadt) und 5.5% (periphere Lagen). Er spiegelt Lagerisiko, Altersstruktur und Liquidität des Objektes. Ein Angebotspreis über dem Ertragswert bedeutet: der Markt preist Wertsteigerungen ein.

Was erhöht den Ertragswert nachhaltig?

Mieterhöhungen nach Referenzzinssatz oder nach Umbau, Reduktion von Leerstand durch aktives Mietermanagement, Senkung von Betriebskosten durch energetische Sanierung (tiefere Heizkosten = höhere Nettomiete), Aufteilung grosser Wohnungen in kleinere Einheiten (höhere m²-Miete) sowie Optimierung der Finanzierungsstruktur.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

In der Schweiz gelten 3–4% Nettorendite als solides Investment. In Städten wie Zürich oder Zug sind oft nur 2–2.5% erzielbar (wegen hoher Preise), in Bern und Mittelland 3–4.5%. Alles über 5% signalisiert oft erhöhte Risiken (Leerstand, Sanierungsbedarf, schlechte Lage).
Ertragswert = Jahresnettomieteinnahmen / Kapitalisierungssatz. Bei CHF 60’000 Jahresnettomiete und einem Kapitalisierungssatz von 4%: Ertragswert = 1’500’000. Der Kapitalisierungssatz spiegelt Lage, Alter und Liquidität des Objektes wider.
Bruttorendite = Jahresmiete / Kaufpreis × 100. Nettorendite zieht alle Kosten ab: Verwaltung (ca. 3% der Miete), Leerverlust (2–5%), Unterhalt (ca. 1% des Gebäudewertes), Versicherungen, Steuern. Die Nettorendite ist 1–1.5 Prozentpunkte tiefer als die Bruttorendite.

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