GEAK: Der neue Standard beim Kauf und Verkauf
Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) bewertet Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) und Gesamtenergieeffizienz auf einer Skala A–G. Ab GEAK G (schlechteste Klasse) drohen künftig Sanierungsauflagen. Beim Verkauf zeigen Käufer und Banken wachsendes Interesse am GEAK – er wird zur verkaufsrelevanten Kennzahl.
Wärmepumpe und Heizungsersatz
Der Ersatz einer Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe kostet CHF 25’000–50’000, wird aber mit kantonalen Förderbeiträgen und Bundessubventionen (Gebäudeprogramm) erheblich mitfinanziert. Im Kanton Bern sind Beiträge von CHF 8’000–15’000 möglich. Eine neue Wärmepumpe senkt die Betriebskosten, erhöht den GEAK und verbessert die Vermarktbarkeit.
Photovoltaik: Investition mit doppelter Rendite
Eine PV-Anlage amortisiert sich in der Schweiz typischerweise in 8–14 Jahren (je nach Lage, Eigenverbrauch und Einspeisetarif). Darüber hinaus produziert sie kostenlos Strom. Der Immobilienwert steigt, die Betriebskosten sinken – und für Mieter wird die Liegenschaft attraktiver. Der Eigenverbrauch lässt sich mit Batteriespeicher auf 70–80% erhöhen.
Was bringt die Investition in den Verkaufspreis?
In der Praxis ist der Mehrerlös beim Verkauf oft geringer als die Investitionskosten. Energetische Sanierungen verbessern primär die Vermarktbarkeit, reduzieren Leerstand und senken künftige Risiken (Sanierungspflichten, steigende Energiekosten). Bei MFH ist die Rechnung klarer: tiefere Heizkosten = höhere Nettomieten = besserer Ertragswert.